Lagebericht & Ergänzungen | Grundlagen des Konzerns

1.3 Ziele und Leistungskennzahlen

Zur konsequenten Umsetzung unserer Strategie haben wir uns ambitionierte Konzernziele gesetzt, deren
Erreichungsgrad wir anhand ausgewählter Leistungsindikatoren jährlich messen. Dieses Programm
umschließt neben Finanz- und Innovationszielen auch Nachhaltigkeitsziele, die an wesentlichen Bereichen
entlang der Wertschöpfungskette ausgerichtet sind. Wir wollen deutlich machen, welche Herausforderungen
wir in unserem Kerngeschäft im Kontext der nachhaltigen Entwicklung sehen und welche kontinuierlichen
Verbesserungen wir konzernweit anstreben. Der aktuelle Fortschritt ist in der nachfolgenden Tabelle und den entsprechenden Kapiteln dokumentiert.

Profitables Wachstum

Zieldefinition Zieljahr Zielerreichung 2014 Neues Ziel
für 2015
Zielerklärungen
Steigerung des Konzernumsatzes (wpb.); Prognose Februar 2014: Anstieg um ca. 5 % auf ca. 41–42 Mrd € 2014

Anstieg um 7,2 % auf 42,2 Mrd €

Anstieg im unteren einstelligen Prozentbereich (wpb.) auf eine Größenordnung von 46 Mrd €  
Steigerung des EBITDA vor Sondereinflüssen; Prognose Februar 2014: Steigerung im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich 2014

Anstieg um 4,9 %

Steigerung im unteren bis mittleren Zehner- Prozentbereich  
Steigerung des bereinigten Ergebnisses je Aktie; Prognose Februar 2014: Zuwachs im mittleren einstelligen Prozentbereich 2014 Anstieg um 7,3 % Steigerung im unteren Zehner- Prozentbereich  

Innovation

Zieldefinition Zieljahr Zielerreichung 2014 Neues Ziel
für 2015
Zielerklärungen
Konzern: Erhöhung der F&E-Investitionen auf rund 3,5 Mrd € 2014

3,6 Mrd €

Erhöhung der F&E-Investitionen auf über 4,0 Mrd €  
HealthCare: Überführung von mehr als 10 neuen Wirkstoffen in die Entwicklung 2014

12 neue Wirkstoffe wurden in die Entwicklung überführt

Überführung von mehr als 10 neuen Wirkstoffen in die Entwicklung Als neuer Wirkstoff gilt eine chemische oder biologische Substanz, die sich bislang bei Bayer nicht für eine spezielle Indikation in der Entwicklung befindet.
CropScience: Start von Feldstudien zum Nachweis der technischen Machbarkeit bei mindestens 6 neuen Wirkstoffen oder Pflanzeneigenschaften 2014 5 neue Wirkstoffe oder Pflanzen-eigenschaften Start von Feldstudien zum Nachweis der technischen
Machbarkeit bei 2 neuen Wirkstoffen oder Pflanzen-eigenschaften
Eine neue Pflanzeneigenschaft ist ein spezifisches Merkmal, das bislang bei Bayer noch nicht für diese Kulturpflanzen vorhanden ist oder angeboten wird. Ziel wurde 2014 aufgrund geänderter gesetzlicher Rahmenbedingungen in der frühen Selektion nicht vollständig erreicht.
MaterialScience: Verbesserung der Technologie von Produktionsprozessen zur Erhöhung der Energieeffizienz

konti-

nuier-

lich

Verbesserte Produktions- technologien eingeführt (z. B. Dream Production, neue TDI- Anlage) unverändert Dieses Innovationsziel unterstützt die Erreichung der Ressourceneffizienzziele. Mehr zum Thema „Effiziente Produktion“ in Kapitel 12.2 (Klimaprogramm).

Nachhaltigkeit

Zieldefinition Zieljahr Zielerreichung 2014 Neues Ziel
für 2015
Zielerklärungen
Lieferantenmanagement
Bewertung aller strategisch bedeutenden Lieferanten 2017

66 %

Bis Ende 2014 wurden 253 strategisch bedeutende Lieferanten bewertet.

unverändert Strategisch bedeutende Lieferanten sind solche mit großem Einfluss auf das Geschäft u. a. in Bezug auf Einkaufsvolumen und Langfristigkeit in der Zusammenarbeit (3–5 Jahre). Beurteilt werden Nachhaltigkeitsleistungen durch Bewertungen und Audits.
Bewertung aller potenziell risikobehafteten Lieferanten mit signifikantem Bayer-Einkaufsvolumen 2020

61 %

Bis Ende 2014 wurden 157 potenziell risikobehaftete Lieferanten bewertet.

unverändert Grundlage der Risikodefinition ist ein länder- und materialbasierter Ansatz. Signifikantes Einkaufsvolumen definieren wir als > 1 Mio € p. a.
Entwicklung und Einführung eines neuen Nachhaltigkeitsstandards für unsere Zulieferer 2020 in Umsetzung unverändert Der Nachhaltigkeitsstandard für unsere Lieferanten soll gemeinsam mit relevanten Industrie-Initiativen vorangetrieben werden. Derzeit arbeiten wir mit der „Together for Sustainability“-Initiative sowie der „Pharmaceutical Supply Chain Initiative“ zusammen. Ziel ist u. a. Nachhaltigkeitsbewertungen und -audits von Lieferanten in der gleichen Industrie zu standardisieren, auszutauschen und eine klare Erwartungshaltung hinsichtlich Nachhaltigkeit zu beschreiben, um entsprechende Nachhaltigkeitspraktiken bei unseren Lieferanten zu etablieren.
Ressourceneffizienz
Verbesserung der konzernweiten Energieeffizienz um 10 %. Referenzjahr 2012: 3,50 MWh/t 2020 3,37 MWh/t (Verbesserung um 3,8 %) unverändert Energieeffizienz ist der Quotient aus Energieeinsatz in MWh pro t produzierter Verkaufsmenge.
Reduktion konzernweiter spezifischer Treibhausgas-Emissionen um 20 %. Referenzjahr 2012: 0,98 t CO2/t 2020 1,02 t CO2/t (+4,3 %) unverändert Spezifische Treibhausgas-Emissionen: gemessen in CO2-Äquivalenten pro t produzierter Verkaufsmenge; Sondereinfluss 2014: Erstmalige Aufnahme des energieintensiven Standorts Maasvlakte in das Umweltreporting. Hier werden ausschließlich Zwischenprodukte hergestellt, die nach unserer Definition nicht als produzierte Verkaufsmenge gewertet werden.
Einführung eines Wassermanagements an allen Standorten in wasserarmen Regionen (35 Standorte) 2017 Im ersten Schritt wurde bei über 80 % der identifizierten Standorte überprüft, ob und in welcher Form ein Wasser-management existiert. unverändert Definition Wassermanagement u. a. in Anlehnung an ISO 14001; Identifizierung wasserarmer Regionen gem. WBCSD Global WaterTool™. Im Rahmen unserer Analyse wurde z. B. überprüft, ob bereits wasserrelevante Strategien, Ziele und Initiativen sowie ein entsprechendes Risiko-Management vorliegen. Auf Basis dieser Überprüfung werden ab 2015 mit den jeweiligen Standorten individuelle Schritte zur Verbesserung des Wassermanagements vereinbart.
Sicherheit
Verringerung der Arbeitsunfallquote um 35 %. Referenzjahr 2012: RIR 0,49 2020 RIR 0,43 (-12,1 %) unverändert RIR (Recordable Incident Rate): Anzahl der berichtspflichtigen Arbeitsunfälle von Bayer-Mitarbeitern mit und ohne Ausfalltage pro 200.000 Arbeitsstunden. Bis Ende 2015 berichten wir auch weiter die Zielerreichung unseres LTRIR (Lost Time Recordable Incident Rate)-Ziels, das nur Arbeitsunfälle mit Ausfalltagen pro 200.000 Arbeitsstunden erfasst. Zielgröße 2015 ist ein LTRIR von 0,21. Stand 2014: 0,22.
Reduktion der Transportereignisse um 30 %. Referenzjahr 2012: 6 Ereignisse 2020 12
(+100 %)
unverändert Transportereignisse umfassen sowohl eigene als auch von uns beauftragte und bezahlte Chemikalientransporte.
Verringerung der Ereignisse im Bereich der Verfahrens- und Anlagensicherheit um 30 %. Referenzjahr 2012: LoPCIR 0,38 2020 LoPCIR 0,23
(-38 %)
unverändert LoPC IR (Loss of Primary Containment Incident-Rate): Anzahl der Ereignisse, bei denen Chemikalien aus ihrer ersten Umhüllung wie z. B. Rohrleitungen, Pumpen, Tanks oder Fässern austreten, bezogen auf 200.000 Arbeitsstunden in den für Anlagensicherheit relevanten Bereichen.
Produktverantwortung
Abschluss der Bewertung des Gefahrenpotenzials aller Substanzen (> 99 %), die in Mengen von mehr als einer Tonne pro Jahr verwendet werden 2020 55 %
Bis Ende 2014 wurden ca. 32.000 Substanzen bewertet.
unverändert Dieser weltweit einheitliche Bayer-Standard deckt auch die Bewertung solcher Substanzen ab, die nicht unter die REACH-Verordnung (No 1907/2006) fallen. Sofern keine entsprechenden Datensätze im Rahmen von REACH generiert werden, sollen Stoffinformation und Auskunftsfähigkeit zu wesentlichen Stoffeigenschaften ermittelt werden, um einen verantwortlichen Umgang mit den Stoffen sicherzustellen und zu dokumentieren (u. a. stoffliche Beschaffenheit, Reinheit, vorgesehene Verwendung, toxikologische Daten).
Compliance
Durchführung vorsorglicher Risikobeurteilungen in allen drei Teilkonzernen 2015 in Umsetzung unverändert Risikobeurteilungen basieren auf der Integrated Compliance Management-Methodik, die von Ernst & Young entwickelt wurde. Im Integrated Compliance Management@Bayer (ICM@Bayer) werden die Risiken in den nachfolgend aufgeführten Compliance-Gebieten vorsorglich beurteilt und adressiert: Fairness im Wettbewerb, Integrität im Geschäftsverkehr, Produktbezogene Kommunikation bei BHC, BHC-Preisberichterstattung, Insiderhandel, Außenhandelsrecht, Trennung von Unternehmens- und Privatinteressen, faire und respektvolle Arbeitsbedingungen und Datenschutz.
Ab 2015 jährliches Compliance-Training aller Bayer-Manager (>99 %)

jähr-

lich

in Vorbereitung unverändert Manager werden je nach Risikobereich an spezifischen Trainings teilnehmen.

Mitarbeiter

Zieldefinition Zieljahr Zielerreichung 2014 Neues Ziel
für 2015
Zielerklärungen
Erhöhung der Mitarbeiterzufriedenheit (ermittelt durch eine alle zwei Jahre stattfindende Mitarbeiterumfrage; Referenzjahr 2012: 85 %)

konti-

nuier-

lich

87 %

unverändert Mitarbeiterzufriedenheit (engl. engagement) messen wir gemäß der Towers-Watson-Engagement-Methodik. Engagement betrachtet, wie stark sich ein Mitarbeiter mit seinem Unternehmen identifiziert bzw. verbunden fühlt, z. B. durch die Unterstützung von Unternehmenswerten und -zielen.
Erhöhung des Anteils weiblicher Führungskräfte auf 30 %; Referenzjahr 2010: 21 % 2015

26 %

unverändert Als Führungskräfte gelten „Leitende Angestellte“.
Erhöhung des Anteils von Führungskräften, die von außerhalb der EU, der USA oder Kanadas kommen auf 25 %; Referenzjahr 2013: 18 % 2015 20 % unverändert Als Führungskräfte gelten „Leitende Angestellte“.

Weitere finanzielle Ziele sind im Prognosebericht aufgeführt (siehe Kapitel 20 „Prognosebericht“).

Informationen zu unseren Konzernzielen finden Sie auch in den jeweiligen Kapiteln. 

Letzte Änderung: 26. Februar 2015  Copyright © Bayer AG
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