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Glossar

B


Brutto-Cashflow-Hurdle - Die BCF-Hurdle ist der Betrag, der aus dem Mittelzufluss erwirtschaftet werden muss, damit die Reproduktions- und Verzinsungsansprüche der Kapitalgeber erfüllt werden können.

C


Cash Flow Return on Investment (CFRoI) - Der Cashflow Return on Investment bildet das Verhältnis der in der Periode erwirtschafteten Zahlungsmittelüberschüsse (Brutto-Cashflow) abzüglich der Reproduktionsansprüche der Kapitalgeber dividiert durch das eingesetzte Kapital (Investitionswert) ab und stellt somit die Kapitalrentabi­lität der Periode dar.

Cash Value Added (CVA) - Diese Kennzahl ergibt sich aus der Differenz von Brutto-Cashflow und der Brutto-Cashflow-Hurdle und ist somit der Teil des Brutto-Cashflows, der über die Verzinsungs- und Reproduktionsansprüche hinausgeht. Ist der Cash Value Added positiv, so konnten die Reproduktions- und Verzinsungsansprüche der Kapitalgeber erfüllt und Wert für das Unternehmen geschaffen werden.

CDP - (vormals Carbon Disclosure Project) ist eine unabhängige „Not-For-Profit“-Organisation, die sich im Auftrag von Ana­lysten und Investoren für die transparente Bericht­erstattung von Treib­hausgas-Emissionen und der Wassernutzung (Water Disclosure Report) durch Unter­nehmen einsetzt. CDP veröffent­licht jährlich zwei Klima-Ratings: Der Grad und die Qualität der Offenlegung von klimarelevan­ten Daten sind ausschlagend für den „Climate Disclosure Leadership Index“ (CDLI). Die am besten bewerteten Unter­nehmen bilden zudem den „Climate Performance Leader­ship Index“ (CPLI).

Corporate Compliance - umfasst gesetzliche und unternehmensspezifische Regelungen zum verantwortungsbewussten und gesetzmäßigen Handeln.

Corporate Governance - bezeichnet die langfristig ausgerichtete, verantwortungsvolle und transparente Leitung und Kontrolle eines Unternehmens. In Deutschland enthält der Deutsche Corporate Governance Kodex die wesentlichen Grundsätze zur Leitung und Überwachung börsennotierter Gesellschaften.

Credit Default Swaps (CDS) - CDS erlauben den Handel mit Kreditrisiken. Sie ähneln Versicherungen gegen Ausfälle von Unternehmensanleihen oder ähnlichen Kreditpapieren.

D


Diversity - bezeichnet die Vielfalt innerhalb der Belegschaft im Hinblick auf Geschlecht, Her­kunft, Nationalität, Alter, Religi­onszugehörigkeit und körper­liche Einschränkungen der Beschäftigten.

E


EMTN- bzw. Multi-Currency-European-Medium-Term-Notes-Programm - Beim EMTN-Programm handelt es sich um eine Dokumentationsplattform, die es Bayer ermöglicht, innerhalb kürzester Zeit Wertpapiere auf dem globalen Kapitalmarkt zur Beschaffung von Fremdkapital zu begeben. Laufzeit, Währung und Ausstattung lassen sich sehr flexibel ausgestalten.

F


Fluorchinolone - sind eine Gruppe von Antibiotika.

G


GHG Protocol - Das „Greenhouse Gas Protocol“ hat sich als das internationale Berechnungsinstrument zur Erfassung, Quantifizierung und Berichterstattung von Treibhausgasen etabliert. Die Standards umfassen alle Emissionen innerhalb einer Wertschöpfungskette. Hierbei richtet sich Bayer nach dem „Corporate Standard“, der die direkten (Scope 1) und die indirekt erzeugten (Scope 2) Treibhausgas-Emissionen umfasst, sowie nach dem „Corporate Value Chain (Scope 3) Accounting and Reporting Standard“, welcher die Emissionen der übrigen Wertschöpfungsketten erfasst.

Global-Commercial-Paper-Programm - Die unter dem Bayer-Programm emittierten Commercial Paper (CP) sind unbesicherte, kurzfristige Schuldverschreibungen, die in der Regel auf abgezinster Basis ausgegeben und zum Nennwert zurückbezahlt werden. Sie dienen der flexiblen und kurzfristigen Finanzierung am Kapitalmarkt.

GRI (Global Reporting Initiative) - ist eine gemeinnützige Organisation, die sich für die Verbreitung und Optimierung von Nachhaltigkeitsberichterstattung einsetzt. Die GRI-Leitlinien gelten als der meistgenutzte und international anerkannteste Standard der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Diese Leitlinien werden in einem Multi-Stakeholder-Verfahren weiterentwickelt. Gegründet wurde GRI 1997 von Ceres (Coalition of environmentally responsible economies) und UNEP (dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen).

GxP - bezeichnet zusammenfassend alle Anforderungen für „gute Arbeitspraxis“, die insbesondere in der Medizin, der Pharmazie und der pharmazeutischen Chemie Bedeutung haben. Das „G“ steht für „Gut(e)“ und das „P“ für „Praxis“, das „x“ in der Mitte wird durch die jeweilige Abkürzung für den spezifischen Anwendungsbereich ersetzt, wie z. B. Good Manufacturing Practice (GMP), Good Laboratory Practice (GLP), Good Clinical Practice (GCP) oder Good Agricultural Practice (GAP). Solche Richtlinien werden zum Beispiel von der europäischen und amerikanischen Gesundheitsbehörde (Europäische Arzneimittel­agentur; Food and Drug Administration, FDA) festgelegt.

H


Hybridanleihe - Eine Hybridanleihe ist eine Unternehmensanleihe mit eigenkapitalähnlichen Eigenschaften und mit meist keiner oder sehr langer Laufzeit, die durch ihre Nachrangigkeit im Insolvenzfall des Emittenten eine niedrigere Rückzahlungswahrscheinlichkeit als eine gewöhnliche Anleihe hat.

I


ILO-Kernarbeitsnormen - Die acht Kernarbeitsnormen der ILO (Internationale Arbeitsorga­nisation), in denen die Mindest­anforderungen an menschen­würdige Arbeits­bedingungen definiert sind, gelten als inter­national aner­kannte „qualitative Sozial­standards“. Sie haben den Charakter von universellen Menschenrechten, die für alle Länder – unabhängig vom Stand der wirtschaftlichen Entwicklung – Gültigkeits­anspruch haben.

Investitionswert (IW) - Der Investitionswert umfasst das Vermögen, das vom Unternehmen im Betriebsprozess durch die Erwirtschaftung entsprechender Mittelzuflüsse zu verzinsen sowie teilweise auch zu reproduzieren ist.

K


Kapitalkostensatz/Weighted Average Cost of Capital (WACC) - Der Kapitalkostensatz (WACC) repräsentiert die Verzinsungserwartungen der ­Kapitalgeber in Bezug auf das im Unternehmen gebundene Kapital. Er bestimmt sich als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten, wobei die Eigenkapitalkosten als Renditeerwartung der Aktionäre aus Kapitalmarktinformationen abgeleitet werden und die Fremdkapitalkosten die Bedingungen reflektieren, zu denen das Unternehmen sich langfristig verschulden kann.

Konfliktmineralien - Als Konfliktmineralien werden Mine­ralien bezeichnet, die in Konfliktregionen gefördert werden. Zu diesen Mineralien gehören Zinn-, Wolfram-, Tantal-Erze sowie Gold oder deren Derivate. Als Konfliktregionen, in denen bewaffnete Konflikte zur Kontrolle dieser Ressourcen ein zentrales Element darstellen, gelten vor allem der Osten der Demokratischen Republik Kongo und die angrenzenden Länder.

Kurs-Cashflow-Verhältnis - Das Kurs-Cashflow-Verhältnis ergibt sich aus dem Verhältnis des Aktienkurses zum Brutto-Cashflow je Aktie. Diese Kennzahl beschreibt, wie lange es dauert, den Aktienkurs aus dem Zahlungsstrom des Unternehmens zu bezahlen.

Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) - Das KGV ergibt sich aus dem Verhältnis vom aktuellen Aktienkurs zum Ergebnis pro Aktie. Ein hohes KGV deutet an, dass der Markt die Aktie hoch bewertet in Erwartung zukünftiger Gewinnsteigerungen.

L


Life Sciences - umfassen insbesondere die Bereiche Gesundheit und Agrarwirtschaft; bei Bayer sind das die Tätigkeitsfelder der Teilkonzerne HealthCare und CropScience.

N


Neonikotinoid - chemische Klasse von systemisch wirkenden Insektiziden.

O


OTC - Bei Bayer HealthCare steht OTC (over the counter) für das Geschäft mit nicht-verschreibungspflichtigen Arzneimitteln. Im Finanzwesen steht OTC für den außerbörslichen Handel zwischen Finanzmarktteilnehmern. Die Transaktionen unterliegen aber weiterhin den gesetzlichen Bestimmungen für den Wertpapierhandel.

P


Phase-I-III-Studien - sind klinische Phasen im Rahmen der Medikamentenentwicklung. In Phase I wird der Wirkstoffkandidat an gesunden (mit Ausnahme der Onkologie) Freiwilligen und in Phase II und III an kranken Patienten getestet. Die Studien sind an strenge gesetzliche Vorgaben und Dokumentierungspflichten gebunden.

Purchase Price Allocation (PPA) - englisch für Kaufpreisaufteilung im Rahmen eines Unternehmenserwerbs

S


Syndizierte Kreditfazilität - Vereinbarung über eine Kreditlinie mit einer Gruppe von Banken meist für umfangreiche Finanzierungen wie Akquisitionen, zur Erweiterung der zur Verfügung stehenden Liquiditätsreserven oder als Sicherung für ausgegebene Schuldverschreibungen. Die Kreditlinie kann flexibel innerhalb der Laufzeit in Teilen oder ganz gezogen werden und auch wieder zurückgeführt werden.

U


Umweltaspektbetrachtung - Betrachtung der Aspekte von Tätigkeiten, Produkten oder Dienstleistungen einer Organisation, die Auswirkungen auf die Umwelt haben können.

UNGC (United Nations Global Compact) - Der Global Compact der Vereinten Nationen ist eine strategische Initiative für Unternehmen, die sich verpflichten, ihre Geschäftstätigkeiten und Strategien an zehn universell anerkannten Prinzipien aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung auszurichten. Damit soll die Wirtschaft als wichtige treibende Kraft der Globalisierung dazu beitragen, dass die Entwicklung von Märkten und Handelsbeziehungen, von Technologien und Finanzwesen allen Wirtschaftsräumen und Gesellschaften zugutekommt. Mit der Verpflichtung zum UNGC ist eine jährliche Dokumentation des Unternehmensengagements zur Erreichung der zehn Prinzipien verbunden.

W


Water Stewardship - bezeichnet den nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser

WHO Klasse I - Die Weltgesundheitsorganisation WHO teilt Pflanzenschutzmittel in verschiedene Gefahrenklassen ein. Produkte der Klasse I werden als extrem gefährlich eingestuft.

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Letzte Änderung: 26. Februar 2015  Copyright © Bayer AG
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