Lagebericht & Ergänzungen | Wirtschaftsbericht

17.1 Ertragslage Bayer AG

Gewinn- und Verlustrechnung Bayer AG nach HGB[Tabelle 3.17.1]
 20132014
 in Mio €in Mio €
Beteiligungsergebnis3.5423.213
Zinsergebnis-315-341
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge110129
Sonstige betriebliche Erträge118128
Allgemeine Verwaltungskosten-266-272
Sonstige betriebliche Aufwendungen-148-147
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit/Gewinn vor Ertragsteuern3.0412.710
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag-543-256
Jahresüberschuss2.4982.454
Einstellung in andere Gewinnrücklagen-761-593
Bilanzgewinn1.7371.861

Im Geschäftsjahr 2014 hat die Bayer AG mit 2.454 Mio € (Vorjahr: 2.498 Mio €) einen Jahresüberschuss in der Größenordnung des Vorjahrs erzielt. Rückläufig war vor allem das Beteiligungsergebnis. Kompensierend wirkten geringere Steueraufwendungen.

Das im Geschäftsjahr erzielte Beteiligungsergebnis von 3.213 Mio € (Vorjahr: 3.542 Mio €) lag um 329 Mio € unter dem des Vorjahrs. Den bei Weitem größten Ergebnisbeitrag steuerte mit 2.158 Mio € (Vorjahr: 1.934 Mio €) erneut die Bayer Pharma AG bei. Die Ergebnisverbesserung ist vor allem auf eine deutliche Geschäftsausweitung im Bereich margenstarker neuerer Produkte zurückzuführen. Die Bayer CropScience AG führte 787 Mio € (Vorjahr: 1.379 Mio €) an die Bayer AG ab. Im Vorjahresergebnis war ein einmaliger Ertrag von 570 Mio € aus dem konzerninternen Verkauf von Saatgut-Technologien enthalten. Die Bayer MaterialScience AG lieferte nach einem Vorjahresverlust von 20 Mio € im Geschäftsjahr mit 154 Mio € wieder einen positiven Ergebnisbeitrag. Maßgebend waren eine operative Ergebnisverbesserung aufgrund gesunkener Beschaffungspreise für Rohstoffe und Energien sowie höhere Dividendenerträge. Nennenswerte Ergebnisbeiträge kamen darüber hinaus mit 146 Mio € (Vorjahr: 213 Mio €) aus einer Organgesellschaft mit Dividendeneinkünften aus dem Ausland. Bei der Bayer Business Services GmbH und der Bayer Technology Services GmbH betrugen die Verluste 75 Mio € (Vorjahr: 74 Mio €) bzw. 18 Mio € (Vorjahr: 30 Mio €).

Das Zinsergebnis ging gegenüber dem Vorjahr um 26 Mio € auf -341 Mio € zurück. Ursächlich hierfür war insbesondere der höhere Zinsaufwand aus der gestiegenen Finanzverschuldung, primär aus den im Geschäftsjahr begebenen Anleihen. Dieser konnte nicht durch die gegenläufigen Effekte, die aus dem gesunkenen Zinsniveau resultieren, kompensiert werden. Der Zinssaldo entfiel mit 255 Mio € auf Dritte und mit 86 Mio € auf Gesellschaften des Konzerns.

Der positive Saldo aus übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen belief sich auf 129 Mio € (Vorjahr: 110 Mio €). Hierin enthalten waren im Wesentlichen Erträge von 180 Mio € (Vorjahr: 162 Mio €) aus der Weiterbelastung von Pensionsaufwendungen für die bei der Bayer AG bei der Ausgliederung des operativen Geschäfts verbliebenen Pensionäre an die Teilkonzern- und Servicegesellschaften. Die korrespondierenden Aufwendungen sind mit ihrem nicht zinsbedingten Anteil von 19 Mio € (Vorjahr: 26 Mio €) unter den sonstigen finanziellen Aufwendungen, im Übrigen im Zinsergebnis erfasst. Aufwendungen von weiteren 20 Mio € (Vorjahr: 14 Mio €) ergaben sich aus der Umrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung sowie aus Währungsderivaten.

In Wahrnehmung ihrer Aufgaben als Holdinggesellschaft fielen bei der Bayer AG allgemeine Verwaltungskosten von 272 Mio € (Vorjahr: 266 Mio €) sowie sonstige betriebliche Aufwendungen – nach Saldierung mit entsprechenden Erträgen – von 19 Mio € (Vorjahr: 30 Mio €) an. Der Anstieg bei den Verwaltungskosten ist unter anderem auf eine leicht gestiegene Mitarbeiterzahl zurückzuführen.

Der Gewinn vor Ertragsteuern lag mit 2.710 Mio € (Vorjahr: 3.041 Mio €) unter dem Vorjahreswert. Der Steueraufwand war ebenfalls rückläufig und betrug 256 Mio €, nach 543 Mio € im Jahr 2013. Nach Abzug der Steuern verblieb ein Jahresüberschuss von 2.454 Mio € (Vorjahr: 2.498 Mio €). Nach Einstellung eines Betrags von 593 Mio € in die Gewinnrücklagen ergab sich ein Bilanzgewinn von 1.861 Mio €.

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 27. Mai 2015 vorschlagen, den Bilanzgewinn zur Ausschüttung einer Dividende von 2,25 € je Aktie (826.947.808 Stück) auf das dividendenberechtigte Grundkapital von 2.117 Mio € zu verwenden.

Letzte Änderung: 26. Februar 2015  Copyright © Bayer AG
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